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Begründungsschrift des neuen deutschen Offiziersäbels
Wir - das sind junge Offiziere - beabsichtigen eine Neubelebung verschollener Identifikationssymbole unseres Berufsstandes. Unser Ziel ist es, dem deutschen Offizier wieder einen einheitlichen Säbel zur Verfügung zu stellen, um so in Zeiten zunehmender multinationaler Einsätze - der UN, der Nato oder etwa im Rahmen von "Enduring Freedom" - ein äußerlich sichtbares Symbol von Zugehörigkeit, Gleichberechtigung und Zusammengehörigkeit zu schaffen.
Er richtet sich nicht nach außen, sondern vielmehr auf die Innere Substanz der Menschen die sich unserem Berufe und dem damit verbundenen Ethos verpflichtet fühlen. Der Säbel knüpft an die Tradition der Lützowschen Freikorps und der Person Blüchers an. Ebenso entspringt er den darauf aufbauenden Idealen des Hambacher Festes und der Geradlinigkeit mit der sich unser Land einigen konnte.
Unter Bezugnahme auf den Traditionserlass der Bundeswehr wünschen wir eine besondere Ehrung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg durch diesen neuen Säbel. Sein vergeblicher Widerstand gegen das Regime zeugten von Geradlinigkeit im Denken und Handeln. Jeder Säbel soll an diese Tat erinnern und uns verdeutlichen, welche Verantwortung und Pflicht wir uns gegenüber unserem Eid und den Bewohnern nicht nur unseres Landes, gegenübersehen - ohne uns eine Bürde zu sein.
Im Rahmen der multinationalen Einsätze wird mittlerweile auch von jedem deutschen Soldaten ein mit hohem Risiko behafteter Einsatz verlangt. Leider lässt sich dieses Risiko nicht nur monetär bewerten. Der Ausspruch "Soldaten sind Mörder" ist mitunter sogar gesellschaftlich toleriert. Diese Sicht zeugt leider von Unkenntnis unserer fordernden Aufgaben unter demokratisch legitimierten Einsätzen. Während dabei andere Nationen ausnahmslos den äußeren und inneren Rückhalt bestätigt bekommen, fehlt es nach unserer Auffassung an einem eigenständigen Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir sind überzeugt, durch den Säbel ein kleines Maß an Berufsstolz wieder zu erlangen und uns gegenüber unseren Verbündeten als gleichberechtigte Partner zu präsentieren. Zudem wird von uns gewünscht, nicht nur in deutscher Uniform, sondern auch wieder unter einem eigenen und einheitlichen Säbel, heiraten zu dürfen.
Die Idee des Binoms soll dabei die Verknüpfung der unterschiedlichen Teilstreitkräfte und Altersklassen darstellen und ein "Symbol in der Anonymität" verhindern. So soll sich jeder Säbelbesitzer mit einem weiteren identifizieren können und ein Netz knüpfen, um den gegenseitigen Gedanken und Erfahrungsaustausch zu erleichtern.
Erfahrt hier mehr über die Kernelemente und die Entstehungsgeschichte des Offiziersäbel-Projektes.
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